Warum ich eine Zahnbürste mit künstlicher Intelligenz gekauft habe

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Was haben Zähne und Zahnfleisch gemeinsam? Wenn sie einmal beschädigt sind, wachsen sie nicht wieder nach. Während „richtiges“ Zähneputzen zur langfristigen Mundgesundheit beiträgt, kann „falsches“ Putzen sogar Schaden anrichten. Ich hole mir deshalb ab sofort Unterstützung durch künstliche Intelligenz. Warum mir diese Zahnbürste einen dreistelligen Betrag wert war, erfährst du in diesem Artikel. Und wie es mir mit der Zahnbürste ergangen ist, kannst du im Artikel vom 30. Mai 2021 nachlesen.

Artikelgliederung

Transparenzhinweise und rechtliche Absicherung

  • Werbung aus eigener Motivation: Die genannte Zahnbürste habe ich mit meinem eigenen Geld gekauft. Ich erhalte keinerlei Gegenleistung für das Verfassen dieses Artikels. Falls ich einen „zu“ optimistischen Ton anschlage, handelt es sich daher um die sogenannte „Werbung aus eigener Motivation“. 
  • Meinungswiedergabe: Der Artikel gibt meine persönliche Meinung als medizinischer Laie wieder. Er ersetzt keinen Arztbesuch.
  • Affiliatelinks: Links in diesem Artikel können Affiliatelinks sein. Was ist das?
  • Videos sind von Youtube eingebettet. Es gilt die Datenschutzerklärung von Google.
  • Quelle Titelbild: Eigenes Foto mit dem Produkt der Marke Oral-B

Die Folgen von Bruxismus für das Zahnfleisch

In nahezu jedem Artikel über Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus) werden Schäden an den Zähnen als Folge erwähnt. Zurecht. Das Abtragen von Zahnhartsubstanz und das Entstehen von feinen Haarrissen oder sogar auffälligen Ecken im Zahn können auf das übermäßige Zähneknirschen zurückgehen. Weniger bekannt sind die Folgen für das Zahnfleisch. Sie sind auch weniger erforscht. Die Website Zahnärztliche Mitteilungen Online (zm online) hat 2018 von einer Studie berichtet, die den Zusammenhang von Zähneknirschen und Zahnfleischentzündung nahelegt. Je stärker bei den Studienteilnehmern die Kaumuskelaktivität ausgeprägt war, desto größer war die Wahrscheinlichkeit einer mittleren bis schweren Parodontitis, wie eine Zahnfleischentzündung in Medizinerdeutsch heißt. Den Autoren der Studie zufolge liefert das Anhaltspunkte für einen Zusammenhang, aber es muss noch weiter geforscht werden.

Wie es in meinem Mund aussieht

Vor ein paar Tagen hatte ich meinen ersten Termin bei einem neuen Zahnarzt. Erst die alljährliche Kontrolluntersuchung, dann eine Professionelle Zahnreinigung (PZR). Nebenbei bemerkt: Zuvor hatte meine Frau herausgefunden, dass unsere Krankenkasse bei genau diesem Zahnarzt die vollen Kosten für die PZR übernimmt. Falls dir die professionelle Zahnreinigung zu teuer ist, kannst du bei deiner Krankenkasse nach einer solchen Kooperation mit bestimmten Praxen fragen.

Sowohl der Arzt als auch die Zahnreinigerin haben den Zustand meiner Zähne und meines Zahnfleischs gelobt. Keine Karies, keine Zahnfleischentzündung, im Allgemeinen alles gut. Das höre ich gerne. An den Zähnen sind noch ein paar Knirscher-Spuren aus der Zeit sichtbar, als ich keine Schiene getragen habe. Das Zahnfleisch ist in den letzten Jahren allerdings an manchen Stellen zurückgegangen. Warum? Liegt es am Zähneknirschen? Vermutlich nicht. Zwei andere Gründe liegen näher. Zum einen hat eine „schlechte“ Zahnschiene meine unteren vorderen Schneidezähne in eine „schlechte“ Position gedrängt und dabei das Zahnfleisch in Mitleidenschaft gezogen. Das habe ich bereits in meinem Buch näher beschrieben. Zum anderen deuten die Stellen und die Art des Zahnfleischrückgangs auf zu starkes Zähneputzen hin. Bereits meine letzte Zahnreinigerin hat mir diesbezüglich ins Gewissen geredet.

Die Wahl der Zahnbürste - mit oder ohne künstliche Intelligenz

Ich habe deshalb schon lange den Plan, eine neue Zahnbürste zu kaufen. Aber welche? Das Angebot ist groß und für „gute“ Zahnbürsten kann man locker einen dreistelligen Betrag bezahlen. Ich wollte nicht einfach irgendeine Zahnbürste kaufen um danach zu merken, dass es nicht die richtige ist. Und dann noch eine Zahnbürste zu kaufen. Lieber wollte ich mich richtig gründlich informieren.

Der Haken an der Sache: Das kostet Zeit. Unter den vielen Dingen, über die ich mehr erfahren möchte, hat es die Wahl der Zahnbürste bis heute nicht nach ganz oben auf der Liste geschafft. Immer noch habe ich viele Ideen, Aufgaben und Projekte im Kopf. Darum habe ich mir nun einen Ruck gegeben und ohne große Recherche eine Zahnbürste gekauft, die mir spontan gefiel. Das ist immer noch besser, als meine Zähne weiterhin mit zu viel Kraft zu putzen und dabei das Zahnfleisch zu beschädigen. Eine Bedingung musste die Bürste erfüllen: Sie sollte über eine Andruckkontrolle verfügen. Sie sollte es also bemerken, wenn ich mit zu viel Kraft putze, und mich warnen, damit ich vorsichtiger vorgehe. Dafür braucht eine Zahnbürste keine KI (künstliche Intelligenz). Trotzdem fiel meine Wahl auf die Oral-B Genius X 20100S (Affiliatelink), die mit großen Lettern für ihre „K.I. Putztechnik-Erkennung“ wirbt.

Was ich mir von der künstlichen Intelligenz verspreche

„Genius X mit künstlicher Intelligenz hat von dem Zahnputzverhalten tausender Menschen gelernt“ und „unterstützt Sie täglich mit individuellem Coaching, um alle Bereiche gleichmäßig mit dem richtigen Druck und in der richtigen Zeit zu putzen.“ So steht es auf der Packung. Tatsächlich habe ich mir das ein oder andere Mal gedacht: Jemand, der mich beim Zähneputzen coacht, wäre nicht schlecht. Ich habe meine Putztechnik als Kind gelernt. Ich gehe zur regelmäßigen Kontrolle zum Zahnarzt. Aber niemand bekommt mit, ob ich wirklich „gut“ putze oder ob ich meine Zähne und mein Zahnfleisch noch besser behandeln könnte. Kann das die künstliche Intelligenz? Ich glaube schon und bin gespannt auf die Praxiserfahrung. Ich werde auf diesem Blog davon berichten.

Wenn es funktioniert, dann ist mir die Zahnbürste die vollen 169 Euro wert, die ich dafür ausgegeben habe. Denn meine Zähne und mein Zahnfleisch werden nicht mehr nachwachsen. Sind sie aber in zwanzig, dreißig Jahren stark beschädigt, dann können die notwendigen Behandlungen ein kleines Vermögen kosten. Dagegen sind 169 Euro gar nichts. Manch einer mag Bedenken wegen Datenschutz haben. Klar, verständlich. Aber da ich ohnehin in einem öffentlichen Blog über meine Zahngesundheit berichte, mache ich mir keine Sorgen.

Wie es mir mit der neuen Zahnbürste ergangen ist? Darüber berichte ich im Artikel vom 30. Mai 2021.

Weitere Meinungen

Bevor du unten weiterführende Links findest, kommen hier zwei Videos zum Thema.
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Franz Feuerer vom Technikkanal SwagTab testet die Oral-B Genius X Zahnbürste.

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Die ganzheitliche Zahnärztin Dr. Annette Jasper stellt einen ganz anderen Ansatz vor und erklärt, warum sie eine Zahnbürste mit sehr kleinem Kopf für ideal hält.

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