CMD-Übungen: Wo findet man gute Kieferübungen bei CMD?

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Eine CMD oder Cranio-Mandibuläre Dysfunktion bedeutet eine Störung im Zusammenspiel von Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibular). Physiotherapeuten und Zahnärzte empfehlen Kieferübungen als Begleitung einer CMD-Therapie. Mehrfach haben mir Therapeuten mit langjähriger Erfahrung  ihre Einschätzung erläutert, dass gezielte Übungen für Patienten mit schwerem Bruxismus oder Kieferfehlfunktion eine Voraussetzung für den erfolgreichen Behandlungsverlauf sind. Hier ist der aktive Patient gefragt. Doch wo findet man gute Kieferübungen, die man in Absprache mit einem Therapeuten zu Hause machen kann?

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Die Kiefergelenke sind gekoppelt​

Für eine einwandfreie Beweglichkeit der Kiefergelenke ist deren Zusammenpiel besonders wichtig, denn sie sind als einzigen Gelenke im menschlichen Körper durch den Unterkiefer unmittelbar gekoppelt. Wer das nicht glaubt, kann einmal versuchen, nur sein rechtes Kiefergelenk zu bewegen, während er das linke stillhält. Das wird nicht funktionieren. Und genau das kann zusätzliche Probleme bei einer Kieferfehlfunktion hervorrufen: Ist das linke Kiefergelenk bei einer Bewegung blockiert, kann sich auch das rechte Kiefergelenk nicht mehr ganz „normal“ bewegen und wird auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen. Steht der Unterkiefer schief, kann das wiederum weitere Dysbalancen im Schulterbereich, in der Wirbelsäule und im Becken nach sich ziehen.

Es lohnt sich also, Zeit für gute Kieferübungen bei einer CMD zu investieren. Stückweise kann eine beeinträchtigte Beweglichkeit der Kiefergelenke zurückgewonnen werden. Und, genauso wichtig: Die Kau- und Kiefermuskeln sollen gleichmäßig funktionieren. Bei vielen Zähneknirschen und CMD-Patienten sind in Folge einer Kieferfehlfunktion die Kaumuskeln auf einer Seite viel stärker als auf der anderen. So etwas hält eine CMD aufrecht und wirkt der Therapie entgegen.

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Erfahrung aus der Praxis: Falsche Übungen können schaden

Im Blogbeitrag „Kiefer, Rücken, Becken“ habe ich ein Interview mit dem CMD-Experten Dr. Torsten Pfitzer veröffentlicht. In seiner Praxis für ganzheitliche Rückengesundheit kamen ihm eine Zeit lang erstaunlich viele ähnlich gelagerte Fälle unter. Die betroffenen Patienten litten alle unter vergleichbaren Nackenproblemen. Im Therapieverlauf stellte sich heraus: Sie hatten alle dieselbe Übung aus einem bestimmten YouTube-Video nachgemacht. Ups. Die schlechte Nachricht lautet also: Man sollte nicht alles nachmachen, was man sieht. Auch nicht bei YouTube-Kanälen mit großer Reichweite.

Auch Teilnehmer meiner Onlineseminare Basiswissen Bruxismus berichten von Schwierigkeiten mit oder nach Übungen. So kommt es vor, dass Zähneknirscher am Tag nach Kieferübungen mehr Schmerzen haben und ein stärkeres Knirschen in der Nacht vermuten. „Warum macht mein Körper das?“, ist dann die Frage.

Deshalb entscheide bitte mit kluger Überlegung, welche CMD-Übungen du umsetzen möchtest und welche nicht. Ich als Nicht-Physiotherapeut habe aus meinen Recherchen und Kontakten in den letzten Jahren folgende Schlüsse gezogen:

  • Ich suche nach Übungen von qualifizierten Therapeuten, die ich als seriös und vertrauenswürdig einstufe.
  • Ich nehme mir Zeit für die Kieferübungen. Denn ich möchte bewusst hinspüren und ein besseres Gefühl für meine Kaumuskeln sowie den Kopf-Kiefer-Bereich entwickeln. Außerdem ermöglicht ein ruhiges und bewusstes Vorgehen eine zunehmende Entspannung der betreffenden Muskeln.
  • Ich achte darauf, wie es mir während und nach CMD-Übungen geht. Sollte es Probleme oder ungewöhnliche Schmerzen geben, würde ich den persönlichen Kontakt zu einem Therapeuten suchen.

Wo findet man gute Kieferübungen?​

Da ich weder Physiotherapeut noch Osteopath noch Zahnarzt noch Heilpraktiker oder sonstwie für Körperübungen besonders ausgebildeter Fachmann bin, habe ich bereits in meinem Buch „Schluss mit Zähneknirschen“ auf die Darstellung von Kieferübungen verzichtet. In diesem Artikel hier werde ich wiederum keine konkreten Übungen vorstellen, denn es gibt andere, die das viel kompetenter tun können. Was ich dir hier anbiete, sind Hinweise auf Quellen, die ich für seriös und vertrauenswürdig halte.

Bücher

Bereits in Schluss mit Zähneknirschen bin ich auf drei Bücher von seriösen Fachleuten eingegangen, die eine Vielzahl von Übungen enthalten. Es sind die Bücher von Torsten Pfitzer, Kay Bartrow und Ulla Beushausen. Die Links zu den Büchern findest du ganz unten unter diesem Artikel. Kritischer sehe ich das Buch CMD für Anfänger, wie ich in meiner Rezension begründe.

Buch Kiefer gut, alles gut: Das Übungsprogramm gegen CMD, die wahre Ursache von Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Tinnitus und Co.

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Videos

Das Angebot an online verfügbaren Videos wächst ständig. Viele davon kann man kostenfrei streamen, etwa bei YouTube. Andere sind Teil eines kostenpflichtigen Übungsprogramms.

Ganzheitliches 3-Monats-Programm von Dr. Torsten Pfitzer

Über meine Erfahrungen mit dem umfangreichen Onlineprogramm Befreit von CMD bin ich bereits in mehreren Blogbeiträgen eingegangen. Es ist nicht günstig, aber aus meiner Sicht empfehlenswert. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, gegen Zusatzkosten während des Programms den Rat des Osteopathen und ganzheitlichen Schmerztherapeuten Dr. Pfitzer einzuholen. Für dich als Blogleser habe ich einen 10%-Gutschein erhalten:

Sechs Videos: Trainingsprogramm Kiefergelenk von Dr. med. dent. Pfanne

Von Zahnarzt Dr. Falk Pfanne stammt das Trainingsprogramm Kiefergelenk des Zahnarztes Dr. Falk Pfanne. Ich habe eine DVD kostenfrei erhalten und mir angeschaut.

Enthalten sind ein Einführungsvideo und sechs Kieferübungen. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele, nämlich Massage, Dehnung, Krafttraining und Koordinationstraining unterschiedlicher Kiefermuskeln. Die Übungen erscheinen mir ausgewogen und wer das ganze Übungspaket regelmäßig macht, wird sicherlich davon profitieren. Sehr sinnvoll finde ich den Hinweis auf der DVD, dass bei Schmerzen während oder nach den Übungen ein Therapeut aufgesucht werden sollte. Zahnarzt Dr. Pfanne beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kieferfehlfunktionen und hat meines Wissens das CMD-Kompetenzzentrum Westlausitz aufgebaut. Mit knapp 30,00 Euro scheint mir der Preis für eine DVD mit sechs Übungen recht hoch angesetzt. Dafür bekommt man seriöse Kieferübungen zum Nachmachen, denn der Zahnarzt aus der Westlausitz macht auf den Videos alle Übungen vor. Im Onlineshop von Dr. Pfanne gibt es die Videos mittlerweile auch als Download.

HNO-Arzt Dr. Uso Walter: Entspannung von Kaumuskeln und Kiefergelenk

Den Duisburger HNO-Arzt und Tinnitusexperten Dr. Uso Walter durfte für den ichStark-Podcast interviewen. Im folgenden Video zeigt er, wie man zur Entspannung der Kaumuskeln von den Fischen lernen kann. Ich schätze diese sanfte Kieferübung so ein, dass sie für fast alle Betroffenen von Bruxismus und CMD durchführbar ist.

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Phyiotherapeutin Stefanie Kapp: Vorsicht bei dieser Kieferübung

Die Physiotherapeutin Stefanie Kapp hat sich auf die Behandlung von Kieferbeschwerden spezialisiert. In diesem Video warnt sie vor einer häufig empfohlenen Übung: Dem Aufdehnen des Kiefergelenks. Denn bei vielen CMD-Patienten ist die Gelenkscheibe verrutscht. Je nach Position der Kiefergelenkscheibe kann das unüberlegte Dehnen mehr Schaden anrichten, als dass es nützt. Die anschaulichen Erklärungen der Physiotherapeutin sollten auch jene berücksichtigen, die mit dem sogenannten „Kieferretter“ von Liebscher-Bracht ihren Kiefer immer weiter aufdehnen möchten. Auch der auf CMD spezialisierte Erlanger Zahnarzt Dr. Rainer Schöttl warnt in seinem Buch CMD? Kein Schicksal! vor unüberlegtem Dehnen des Kiefergelenks: Es „sollte ein erfahrener Therapeut sein Auge darauf haben, denn nicht jeder CMD-Patient benötigt eine Kapseldehnung und man möchte Kiefergelenke nicht achtlos destabilisieren.“

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