Transparenz: Wie ich mit Firmen zusammenarbeite – und wie nicht

Transparenz: Wie ich mit Firmen zusammenarbeite – und wie nicht

Eine Leserin meines Buchs Schluss mit Zähneknirschen fragt: Werde ich gesponsert? Die Antwort lautet ganz klar: Nein. Darauf lege ich großen Wert. Sollte ich mich einmal für Werbung bezahlen lassen, dann werde ich das transparent machen. Bislang habe ich lediglich kostenfreie oder vergünstigte Testprodukte oder -dienstleistungen erhalten und das habe ich offengelegt. Die Leserfrage spricht im Zeitalter des Influencermarketing ein wichtiges Thema an. Deshalb nehme ich sie zum Anlass, im heutigen Artikel ausführlich darzulegen, wie ich meine Arbeit zu finanzieren versuche – und wie nicht.

Artikelgliederung

Transparenzhinweise und rechtliche Absicherung

  • Werbung: Ich erwähne in diesem Artikel die JawLax GmbH, die RelaxBogen GmbH, die MassageFee GmbH, die BruXane GmbH, das Therapiezentrum Südseite in München und das Onlineprogramm von Dr. Torsten Pfitzer. Von diesen habe ich kostenfreie oder vergünstigte Testprodukte oder -diensleistungen bzw. einen kostenfreien Onlinezugang erhalten. Ich bin keine Verpflichtungen hinsichtlich meiner Berichterstattung eingegangen, aufgrund der kostenfreien Testprodukte aber zu dem Hinweis „Werbung“ verpflichtet.
  • Meinungswiedergabe: Der Artikel gibt meine persönliche Meinung als medizinischer Laie wieder. Er ersetzt keinen Arztbesuch.
  • Affiliatelinks: Links in diesem Artikel können Affiliatelinks sein. Was ist das?
  • Produkt- oder Firmennamen können markenrechtlich geschützt sein. Ein fehlendes Trademarkzeichen bedeutet nicht, dass keine Marke vorliegt.
  • Quelle Titelbild: https://de.123rf.com/profile_pavlostv

Die Frage

Mit Einverständnis der Leserin darf ich folgende Mail anonymisiert zitieren:

Lieber Herr Koch, zunächst einmal Danke für Ihr Buch - ich habe es als Bruxismus-Betroffene mit Interesse gelesen und empfinde es als sehr warmherzig und erfrischend geschrieben! Auch die vielen Informationen darin erscheinen mir hilfreich. Allerdings habe ich (nach einigen leider auch unguten Erfahrungen auf dem Weg meiner persönlichen "Abhilfe-Suche") dazu eine Frage: Stehen die vielen Abhilfe-Artikel (Massage-Fee) eigentlich auch drin, weil Sie dafür gesponsert werden? Ich weiß, wenn´s nicht so ist, ist es eine blöde Frage, die einen sicher auch sehr trifft. Das ist nicht meine Absicht. Ich habe aber schon so viel "Eine Hand wäscht die andere" erlebt, dass ich es einfach fragen muss. Was mich nämlich irritiert hat, ist, dass die von Ihnen sehr hochgelobte BruXane, die ich nach Lektüre Ihres Buches erst mal sehr interessant fand, zB grottenschlechte Bewertungen hat, die sich einfach gar nicht mit Ihrer Beschreibung vereinbaren lassen. Zudem wird auf amazon.de direkt unter der Bruxane Ihr Buch kontextlich beworben. Über eine Antwort würde ich mich freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen und den besten Empfehlungen für Ihre Gesundheit

Meine Grundhaltung

Zunächst bedanke ich mich für das positive Feedback zu meinem Buch! Und nein, das ist ganz sicher keine „blöde Frage“, sondern eine sehr berechtigte Frage! Wir alle hören von gefälschten Onlinebewertungen und nicht gekennzeichneter Influencerwerbung. Die Frage trifft weniger mich als vielmehr einen Punkt, über den ich viel nachdenke: Wie kann ich mit meiner Arbeit anderen Betroffenen zu einer echten Meinungsbildung verhelfen? Unter Zahnärzten, Physiotherapeuten und anderen Fachleuten erlebe ich immer wieder teils gegensätzliche Meinungen und regelrechte „Schulen“, wie die Therapie von Bruxismus und CMD zu funktionieren hat und wie nicht. Ich möchte nicht eine bestimmte, enge Lehre vertreten, sondern möglichst breit die verschiedenen Ansätze zu Wort kommen zu lassen – denn (fast) immer steckt mindestens ein Körnchen Wahrheit drin. Ich erlaube mir allerdings, die Ansätze nach meiner Einschätzung einzuordnen und zu bewerten. Das gilt auch für Produkte. Dabei mache ich erkennbar, wo ich mich auf Quellen oder auf Aussagen anderer beziehe, und wo ich meine eigene Meinung vertrete.

 

Mein Leitspruch

Mein Leitprinzip ist: Ich schreibe wie für einen Freund. Und defacto schreibe ich nicht nur „wie“ für einen Freund, sondern es gibt tatsächlich Freunde und Verwandte, die mein Buch und meinen Blog lesen. Sie nutzen meine Texte für ihre eigene Entscheidungsfindung. Bruxismus ist nun einmal weit verbreitet und als umtriebiger Typ kenne ich mittlerweile einen Haufen Leute, von denen mir viele ans Herz gewachsen sind. Auf keinen Fall möchte ich, dass von ihnen jemand falsche Entscheidungen trifft, weil ich falsche Sachen schreibe. Also möchte ich keine falschen Sachen schreiben und nichts Wichtiges weglassen. So einfach ist das.

Mache ich Fehler?

„Unvorstellbar!“ – Quatsch! Selbstverständlich mache ich Fehler. Gerade gestern habe ich die Rezension einer Physiotherapeutin zu meinem Buch gelesen. Demnach soll mein Buch Aussagen zum Zusammenhang von Kopfhaltung und Zähneknirschen enthalten, die nicht dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen. War das ein Fehler von mir? Das könnte sein. Ich möchte auf jeden Fall herausfinden, ob tatsächlich ein Fehler vorliegt. Darum habe ich eine E-Mail an die Physiotherapeutin geschrieben und sie gebeten, mir etwas ausführlicher darzustellen, welche Aussagen genau denn falsch sind und wie es sich aus ihrer Sicht wirklich verhält. Das stand nämlich nicht in der Rezension – es handelte sich um eine Kurzrezension mit wenigen Sätzen, für die sicherlich nicht viel Platz vorgesehen war. Wenn ich eine Antwort erhalte und nachrecherchieren konnte, werde ich hier auf dem Blog einen Artikel dazu schreiben. Das hat zwar mit dem Thema Sponsoring nichts zu tun. Aber mit dem zugrundeliegenden  Thema Transparenz.

Meine bisherige Zusammenarbeit mit Firmen und Anbietern

Im Lauf der Zeit haben sich folgende Arten der Zusammenarbeit bzw. entwickelt. 

Kostenfreie oder vergünstigte Produkte und Dienstleistungen

Bei den Recherchen zu meinem Buch habe ich schnell gemerkt: Ui, es gibt erstaunlich viele Ansätze und Hilfsmittel zur Behandlung von Bruxismus und CMD! Nun wollte ich viele Meinungen zu Wort kommen lassen und auch von persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Ansätzen berichten. Wenn ich alle Hilfsmittel und Therapiemethoden mit dem üblichen Preis bezahlt hätte, wäre ich ein Vermögen losgeworden. Daher bin ich gezielt auf Anbieter und Firmen zugegangen und habe um kostenfreie oder vergünstigte Testprodukte gebeten. Ich durfte mich über viel Unterstützung freuen. Alle, die mich bei den Buchrecherchen mit Produkten oder Dienstleistungen unterstützt haben, werden im Buch auf Seite 179 genannt. Geld habe ich nicht erhalten.

Ich habe mit der Buchveröffentlichung nicht aufgehört, weitere Behandlungsmethoden und Medizinprodukte kennenzulernen. Davon berichte ich hier auf dem Blog und gelegentlich in meinem Podcast. Weiterhin darf ich mich gelegentlich über ein kostenfreies Testprodukt freuen. So habe ich vor kurzem ein zweiteiliges Podcastinterview mit Ulrich Bauer-Staeb über den Einsatz von Biofeedback gegen Zähnepressen und Nackenschmerzen geführt. Zur Vorbereitung habe ich das Gerät EXPAIN change testen dürfen, welches Herr Bauer-Staeb mit seiner Firma myostaeb vertreibt. Auch habe ich einen kostenfreien Zugang zum CMD-Onlineprogramm von Dr. Torsten Pfitzer erhalten. Überall da, wo ich auf dem Blog oder im Podcast Produkte erwähne, die ich kostenfrei erhalten habe, weise ich darauf hin. Sollte ich das einmal vergessen, darfst du mich gerne darauf hinweisen. Dann werde ich den Hinweis nachträglich einfügen.

Gespräche und der direkte Draht

Besonders wertvoll für mich sind die Gespräche und Interviews, die ich mit Therapeuten, Erfindern und Firmengründern führen darf. Dafür bezahle ich nichts und bekomme meinerseits kein Geld. Aber ich erhalte spannende Einblicke und bekomme vieles mit, was rund um das Thema Zähneknirschen passiert. Bei solchen Gesprächen entstehen Sympathien. Solche Sympathien können meine Meinung beeinflussen, klar. Was tue ich dagegen? Nun, ich halte Kontakt zu vielen verschiedenen Leuten, die unterschiedliche Meinungen vertreten. Der eine erzählt mir, was er am anderen Produkt gut findet und was nicht. Und umgekehrt. Außerdem erhalte ich immer wieder Leserzuschriften und bekomme Erfahrungen anderer mit. Nicht zuletzt lese ich und halte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten auf dem Laufenden. All das hilft mir, eine gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz zu wahren. Denn mit zu viel Distanz würden mir und meinen Lesern wertvolle Einblicke verloren gehen. Mit zu viel Nähe würde ich mich möglicherweise schwer tun, etwas Negatives zu berichten.

Hier kommen ein paar Namen von Leuten, die ich mag (Reihenfolge ist Zufall):

  • Uwe Rößler, Heilpraktiker in Rosenheim und Prien
  • Dr. Torsten Pfitzer, Zentrum für ganzheitliche Rückengesundheit München
  • Daniela Trinkl, Erfinderin der MassageFee
  • Karolin Hagel, Geschäftsführerin der MassageFee GmbH
  • Bianca Berk, Geschäftsführerin der bruXane GmbH
  • Dr. Jörg Köhler, Mitgründer der bruXane GmbH
  • Ulrich Bauer-Staeb, Vertrieb von EXPAIN change
  • Karin Sannemüller, Erfinderin des Jawlax-Kiefersets
  • Christoph Seidenstücker, Geschäftsführer der RelaxBogen GmbH
  • Tjark Bosma, Therapiezentrum Südseite München
  • … und viele weitere und ständig kommen neue dazu. Bitte nicht böse sein, wenn du deinen Namen hier vermisst. Bestimmt mag ich dich trotzdem.

Affiliatelinks

Wenn ich über Produkte und Angebote berichte, zu denen es ein sogenanntes Affiliateprogramm gibt, dann nehme ich daran teil. Einen Affiliatelink erkennst du daran, dass ich in Klammern direkt dahinter das Wort „Affiliatelink“ setze. So ein Link ist also ziemlich einfach zu erkennen. Klickst du darauf und kaufst das angebotene Produkt, dann bezahlst du den gleichen Preis wie alle anderen auch. Aber ich bekomme vom Verkäufer bzw. von der Handelsplattform eine kleine Werbeprovision. Zum Beispiel hat nach meinem Podcast mit dem Finanzcoach Christian Thiel zum Thema Aktien & Psychologie jemand auf einen Affiliatelink in der Podcastbeschreibung geklickt und bei Amazon das Buch Börsenmythen enthüllt für Anleger (Affiliatelink) für ca. 20 Euro gekauft. Von Amazon erhalte ich für diese Vermittlung 1,12 Euro. Da es zu fast jedem Produkt ein Affiliateprogramm gibt oder zumindest ein Affiliateprogramm von Amazon oder einer anderen Plattform, sehe ich hier keine große Gefahr für eine ausgewogene Berichterstattung zu verschiedenen Produkten.

Auf der Unterstützen-Seite habe ich vor ewigen Zeiten einmal angefangen, die Affiliateprogramme aufzulisten, an denen ich teilnehme (und schon länger nicht weitergemacht, die liebe Zeit ist knapp…). Damit möchte ich es Lesern einfacher machen, meine Arbeit zu unterstützen. Zum Beispiel kannst du dort auf einen Amazon-Affiliatelink klicken – und egal, was du danach bei Amazon kaufst, ich erhalte eine kleine Provision. Zuletzt hat jemand Milchschläuche für einen Milchaufschäumer gekauft und von Amazon bekomme ich dafür unglaubliche 0,15 Euro. Das klingt wenig, aber wenn das 1.000 Mal passiert, dann sind das 150 Euro. Und das ist schon mehr als die Hälfte der Gebühren, die ich jedes Jahr für das Webhosting des Blogs und der Podcasthomepage zahle.Daher sage ich vielen Dank an den unbekannten Milchaufschäumer-Käufer!

Buchverkäufe

Betreibst du einen Onlineshop, eine Praxis oder einen anderen Ort mit Kundenkontakt? Dann darfst du gerne mein Buch in dein Sortiment aufnehmen. Auch andere Bücher des humboldt-Verlags kann ich dir vermitteln. In der Praxis geht das so: Ich kann beim humboldt-Verlag zum reduzierten Autorenpreis bestellen und an dich liefern lassen. Ich bekomme eine Rechnung vom humboldt-Verlag, du bekommst eine Rechnung von mir. Dieses Angebot haben nicht nur manche Zahnärzte angenommen, die mein Buch ihren Patienten empfehlen und bei Interesse auch gleich verkaufen. Sondern auch Firmen, deren Produkte in meinem Buch vorkommen, haben es in ihre Shops aufgenommen. Das ist naheliegend: Wenn ich ein Produkt verkaufen würde und jemand anders mein Produkt positiv in seinem Buch erwähnt, dann wäre ich auch an der Verbreitung des Buchs interessiert. Das ist auch der Grund, warum der Amazonvertriebspartner von bruXane GmbH auf der Produktseite der bruXane 2go mein Buch verlinkt hat.

Wieviel ich an Buchverkäufen verdiene? Nun, wenn du in einen Buchladen gehst und mein Buch für 19,99 Euro dort kaufst, dann bekomme ich einen Euro und ein paar Cent. Die muss ich noch bei der Einkommensteuer versteuern, versteht sich. Kaufst du mein Buch über einen Affiliatelink von mir bei Amazon, bekomme ich nochmal ungefähr einen Euro als Affiliateprovision dazu. Das nächste Level wird erreicht, wenn du das Buch in einem Shop kaufst, der es direkt von mir bezieht. Bei der bruXane GmbH zum Beispiel. Dann bekomme ich nicht nur den Euro vom Verlag, sondern für die Vermittlung der Bücher vom Verlag an die bruXane GmbH nehme ich eine Provision von ungefähr 1,50 Euro. Du siehst, mit Büchern wird man heutzutage nicht mehr reich. Außer man heißt Joanne K. Rowling oder George R.R. Martin oder so. Am meisten Geld landet übrigens bei mir, wenn du direkt in meinem Onlineshop kaufst. Nach Mehrwertsteuer, Versandkosten und ggf. PayPal-Gebühren bleiben ca. 5 bis 7 Euro übrig. Als Dankeschön lege ich eine Postkarte dazu – wenn ich es zeitlich schaffe, was bisher immer der Fall war.

Nun die Frage zur Beeinflussung: Vielleicht traue ich mich nicht, etwas Schlechtes zum Beispiel über die bruXane 2go zu sagen, aus Angst, mein Buch könnte aus dem bruXane-Shop verschwinden? Achtung, hier kommt der Test: „Von der bruXane 2go (Affiliatelink) bin ich nicht begeistert. Sie bekommt sicherlich zurecht viele schlechte Bewertungen bei Amazon. Auf der Produktseite dort wird immer noch nicht erklärt, dass es sich nur um ein Testprodukt handelt, mit dem ein Zähneknirscher herausfinden kann, ob der Ansatz ihm hilft.“ Puh, geschafft! Aus persönlicher Erfahrung ein Fan bin ich nichtsdestoweniger von der bruXane personal. Das kann ich nicht leugnen. Die funktioniert auch nicht für alle und hat wie jedes komplexe Produkt ihre Probleme. Aber ich trage sie nach wie vor jede Nacht, weil sie mir hilft. Geld dafür bekomme ich nicht. Schön wär’s.

Auf das Beispiel bruXane bin ich übrigens in meinem Artikel vom 6. Januar schon sehr ausführlich eingegangen. Auch den Unterschied zwischen bruXane 2go und bruXane personal habe ich dort ausführlich erläutert. Dieser Unterschied ist der Grund, warum ich positiv über die bruXane spreche (die bruXane personal!), während die Amazonbewertungen der bruXane schlecht sind (bruXane 2go!). Die bruXane personal muss vom Zahnarzt und Dentallabor angefertigt werden und bekommt keine Amazonbewertungen, weil sie nicht bei Amazon erhältlich ist.

Dienstleistungen

Dienstleistungen, die ich anbiete, darf grundsätzlich jeder kaufen. Auch Firmen, die in meinem Buch oder auf meinem Blog erwähnt werden. Zum Beispiel schreibe ich gerne Texte. Falls du für deine Praxishomepage oder deinen Social Media-Auftritt einen freiberuflichen Texter suchst, komm gerne auf mich zu. Es müssen nicht dermaßen lange und ermüdende Texte sein wie in diesem Blogartikel. (PS: Falls du bis hierhin gelesen hast, dann herzlichen Glückwunsch, denn du verfügst mit deinem Durchhaltevermögen über eine der wichtigsten Fähigkeiten für Erfolg im Leben!) Nein: Ich kann auch kurz. Ein paar kurze Texte habe ich an eine Firma verkauft, die in einem Artikel hier auf dem Blog schon einmal erwähnt worden ist. Habe ich wenigstens in diesem Fall kräftig Geld verdient? Leider schon wieder nicht. Der vereinbarte Stundenlohn lag sogar unterhalb der Empfehlung des Texterverbands, wie mir leider erst im Nachhinein aufgefallen ist.

Direkte Werbung

Werbeeinnahmen habe ich bislang keine vorzuweisen. Ich werde allerdings zukünftig nach Möglichkeiten suchen, für die Arbeit am Blog etwas Geld zu bekommen. Denn diese Arbeit kostet mich Zeit, mit der ich anderweitig sonst auch Geld verdienen könnte. Um mich dem ZwangsNeurotiker (ichStark-Podcast 16) anzuschließen: Ich möchte diese Zeit nicht so gerne von meiner Freizeit wegnehmen, sondern lieber von meiner Arbeitszeit. Daher kann es sein, dass ich hier zukünftig Werbung von Google oder Microsoft einbinden werde.

Wobei ich eigentlich lieber ohne auskommen würde. Daher greife ich mit einem Augenzwinkern noch einmal den Vorschlag aus der Leserzuschrift auf: Falls du Geld und Lust hast, mich zu sponsern, melde dich. Ich mache auch gerne Werbung für dein Produkt, wenn es mir gefällt. Du musst nur damit leben, dass ich dann „bezahlte Werbung“ dazuschreibe. Das ist übrigens nicht verhandelbar, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Wenn ich bezahlte Werbung nicht kenntlich machen würde, könnte ich dafür bestraft werden. Falls du selbst einen Blog oder Social Media-Kanal betreibst und deine Pflichten kennen möchtest, findest du hier die Leitfaden-PDF der Medienanstalten zur Werbekennzeichnung bei Social Media Angeboten (gilt auch für Blogs).

Wann und wie ich negativ berichte

Vielleicht ist dir in meinem Buch aufgefallen, dass ich negative Erfahrungen sozusagen anonymisiere. Zum Beispiel nenne ich die CMD-Zahnarztpraxis nicht beim Namen, mit der ich recht gemischte Erfahrungen gemacht habe. Es gab sogar einen CMD-Podcast, den ich ganz bewusst nicht erwähnt habe, weil sich der podcastende Zahnarzt in der Hälfte der Folgen über seine Patienten aufgeregt hat. Mein Ziel ist nämlich nicht, irgendwen in die Pfanne zu hauen. Botox habe ich nicht ausprobiert und nur als vorübergehende Option für Verzweifelte erwähnt, wie ich im Buch und in einem meiner ersten Blogbeiträge begründet habe. Aus eben diesen Gründen habe ich keine Firma um eine kostenfreie Botoxbehandlung gebeten. Das möchte ich gar nicht ausprobieren.

Bevor ich auf eine Firma wie die JawLax GmbH oder die RelaxBogen GmbH zugegangen bin und um ein kostenfreies Testprodukt gebeten habe, hatte ich bereits recherchiert und war zu einer ersten positiven Erwartungshaltung gekommen. Ich habe seinerzeit für mich allerdings die Entscheidung getroffen: Sollte meine Erfahrung massiv negativ sein, dann werde ich das Testprodukt entweder zurückschicken oder nachträglich bezahlen, um bei negativer Berichterstattung keine Gewissensbisse gegenüber der Firma zu bekommen. Meine Erfahrungen waren gottseidank anders. Die bruXane personal habe ich bis heute im Einsatz. Den RelaxBogen trage ich jetzt gerade in diesem Augenblick und so gut wie jeden Tag für mehrere Stunden. Die MassageFee und das JawLax-Wärmeset habe ich zuletzt im Winter benutzt. Ich hatte in der dunklen Jahreszeit  mehrere schlechte Nächte am Stück und habe diese beiden Hilfsmittel daher aus dem Schrank hervorgeholt. Falls du zufällig meine Frau kennst, kannst du sie fragen. Sie wird dir bestätigen, dass das stimmt. Falls nicht, kannst du nur mir persönlich glauben. Oder auch nicht, für mich ist beides in Ordnung. Aber ich schweife ab.

Wenn jemand Prominentes Unsinn behauptet, dann reicht keine anonymisierte Kritik wie im Beispiel meiner CMD-Zahnarztpraxis. Dann muss der Name genannt werden, um in der öffentlichen Diskussion eine Meinungsbildung zu ermöglichen. Prominent sind zum Beispiel Liebscher und Bracht. Dass die beiden so manche Falschaussagen verbreiten, davon ist mindestens Physio Meets Science überzeugt. Darum gibt es dort seit einigen Wochen den mit Studien hinterlegten Physio Meets Science Liebscher und Bracht Faktencheck zum Thema Rückenschmerzen.

Da mich in der letzten Zeit gelegentlich Fragen zu Liebscher und Bracht erreicht haben und die beiden im Februar ihr Buch Kiefer & Zähneknirschen. Schmerzen selbst behandeln (Affiliatelink) veröffentlicht haben, werde ich wohl um das Thema nicht ganz herumkommen. Ob ich zu einer kritischen oder eher positiven Einschätzung komme, das wird sich zeigen. Sollte es allzu negativ werden, dann werde ich den beiden vorab meinen Textentwurf zusenden und um kritisches Feedback bitten. Denn im Austausch kann sich manches korrigieren und ich bleibe dabei, dass es bei Bruxismus und CMD nicht die eine allgemeingültige und immer richtige Behandlungsmethode für alle gibt. Ob Liebscher und Bracht mich als wichtig genug erachten, um mir zu antworten, das weiß ich nicht. Mir geht es hier auf dem Blog weiterhin nicht um Rechthaben, sondern um eine offene Plattform zur Meinungsbildung. Hast du eine andere Meinung als ich? Schreib sie gerne in die Kommentare!

Weiterführende Links und ggf. Quellenangaben

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